Podiumsdiskussion: Soziales Leipzig 2024?

Am Dien­stag, den 7. Mai disku­tierte ich vor zahlre­ichen Inter­essierten Gemein­de­saal der Katholis­chen Pfar­rei „Heilige Fam­i­lie“ mit Bern­hard Stief (Pfar­rer, Niko­laikirche), Doreen Voigt (Par­itätis­ch­er Wohlfahrtsver­band Sach­sen), Gre­gor Giele (Prob­st, St. Trini­tatiskirche) und Andreas Dohrn (Pfar­rer i.R., Peter­skirche) zur Sozialpoli­tik in Leipzig. Die Mod­er­a­tion über­nahm Petra Gebauer.

Die zunehmende soziale Spal­tung ist lei­der gesellschaftliche Real­ität in der gesamten Bun­desre­pub­lik und auch in Leipzig. Beson­ders auf­fäl­lig ist unser­er Stadt der direk­te Zusam­men­hang zwis­chen ein­er hohen Quote an Kinder­ar­mut, Arbeit­slosigkeit und Einkom­men­sar­mut mit dem deut­lich gerin­geren Anteil für gym­nasiale Bil­dungsempfehlun­gen. Dabei liegen zwis­chen den einzel­nen Ort­steilen inner­halb wenige hun­dert Meter ganze Wel­ten. So erhiel­ten die Kinder im Zen­trum im Jahr 2022 bis zu 92,5 %, in Neustadt- Neuschöne­feld ger­ade mal 21,4 % diese Zusage. Der Anteil der Sozial­geldempfänger an den unter 15-Jähri­gen betrug 2022 im Zen­trum 2,7 % und in Volk­mars­dorf 43,1 %. Weit­er­hin stieg auch die Anzahl der Empfänger der Grund­sicherung im Alter der über 65-Jähri­gen von 2017 bis 2022 um fast 40 %!

Diese Fra­gen und Prob­leme beschäftigten alle im Saal und so war es eine sehr anre­gende Diskus­sion. Ich danke allen Teil­nehmenden und Gästen.